Neujahrsempfang des Ortsvorstehers

Neujahrsempfang 2011
Neujahrsempfang 2011

Am 2. Januar 2011 fand im gut besetzten Bürgerhaus Oppau vor etwa 200 Gästen der Neujahrsempfang des Ortsvorstehers Udo Scheuermann statt. Der Spielmannszug Kurpfalz unter der Leitung von Sven Baltes hatte seine gesamte Mannschaft aufgeboten, um die Veranstaltung mit Marschmusik zu unterhalten.

Elferrat Garde und Mini-Garde des KOD machten ebenfalls ihre Aufwartung. Nachdem die närrische Streitmacht dem Ortsvorsteher den Schlüssel zum Oppauer Rathaus abgerungen hatten, statteten sie ihn mit allem Zubehör zum „ersten Oppau-Edigheimer Schrankenwärter“ aus, um den horrenden Forderungen der Bahn für das Stromabschalten während des Oppau-Edigheimer Fasnachtszuges zu entgehen.

Hubert Eisenhauer, 1. Vorsitzender der ARGE Oppau, sprach in seinem Grußwort an den Ortsvorsteher seinen Dank an ihn und seine Gattin, für die im vergangenen Jahr geleistete Unterstützung aus und bat die Gäste um

„Eine kleine finanzielle Unterstützung für den Oppau-Edigheimer Fasnachtszug, ohne die die Arbeitsgemeinschaft den Fasnachtszug nicht mehr durchführen kann“
Das Spendenaufkommen erbrachte 482.00 Euro.

Christa Müller, 1. Vorsitzende der ARGE Pfingstweide, verlas zuerst eine „Entschuldigung wegen Urlaub“ des 1. Vorsitzenden der ARGE Edigheim und daran anschliessend ihr eigenenes Grußwort an den Ortsvorsteher.

Anmerkung der Redaktion: Am Rande der Veranstaltung machte später eine Nachricht die Runde, dass sich die ARGE Edigheim selbst aufgelöst habe. Die gesamte Vorstandschaft wäre entweder aus Altersgründen oder wegen beruflicher Überlastung zurückgetreten.

Der Gewerberein Oppau-Edigheim wurde durch die 2. Vorsitzende Iris Bisson vertreten.

Seinen 17. Neujahrsempfang nutzte Ortsvorsteher Udo Scheuermann um ausser seinen Neujahrswünschen einen Rückblick über die Entwicklung im Ortsbezirk, sowie einen Ausblick in das neue Jahr zu geben.

Er ging zunächst auf die allgemeine Situation in der Bundesrepublik und in Rheinland-Pfalz ein, um dann auf vollendete Grossprojekte in der Stadt hinzuweisen.

„Trotz der schwierigen finanziellen Situation ist es gelungen die Stadt weiterzuentwickeln. Ich erinnere an die Eröffnung der Rheingalerie, an die Ansiedlung der weltweit agierenden Firma Vögele, der Ansiedlung von rund 800 Arbeitsplätzen der Telekom, oder die bevorstehende Ansiedlung der Groß-Bäckerei Görtz.“

Zur Situation in den drei nördlichen Stadtteilen erwähnte Scheuermann:

„Der Straßenausbau in Oppau wurde in 2010 ausgesetzt. Es war aber möglich die Gestaltung des Oppauer Parks weiterzuführen. Am ehemaligen Brunnen entstand eine Ruhezone mit Parkbänken und es wurden neue Spielgeräte installiert. Der Verein für Vogelschutz hat mit seinen Mitgliedern 7 Bäume gepflanzt. Ein lang ersehnter Wunsch der Polizei ging in Erfüllung. Die Beamtinnen und Beamten konnten von den alten Räumlichkeiten im Ortszentrum in ihr modernes Dienstgebäude neben der Feuerwache Nord umziehen.“

Zu den Diskussionen um das Bürgerhaus Oppau erwähnte er:

„Der Ortsbeirat beauftragte schon vor Jahren die Verwaltung und den Ortsvorsteher sich um die Gestaltung der Ortsmitte zu kümmern. Für alle Beteiligte war vom Grundsatz klar, es müssen auch weiterhin Räumlichkeiten für eine Vereinsnutzung und für Veranstaltungen vorhanden sein. Ein Betreiber hatte sich gefunden, der auf dem Gelände des Bürgerhauses einen Verbrauchermarkt und im Obergeschoß ein Veranstaltungshaus mit angemessenen Räumlichkeiten errichten wollte. Bei dieser Gelegenheit hätte auch das Umfeld neu hergerichtet werden sollen. Diese Planung fand nicht bei allen Vereinsvertretern Anklang, so dass der Ortsbeirat sich für den Erhalt und die Sanierung des Bürgerhauses entschied.

Die Kosten für die notwendigste Sanierung beläuft sich auf 600 000 €, die Gesamtsanierung wird auf rund 4 Millionen Euro veranschlagt. Die Verwaltung wird sich bemühen, im Haushaltsjahr 2011 u. 2012 ,je 300 000 € zu veranschlagen. Eine Genehmigung der Finanzaufsicht muss jedoch noch eingeholt werden. Anbetrachts der hohen Sanierungskosten lege ich wert darauf, dass vor Beginn der Bauarbeiten, geklärt werden muss, was künftig an Kosten für die Nutzer entstehen.“

Zum Thema Strassenausbau und Verkehr sgte Scheuermann:

„In 2011 ist vorgesehen mit dem Straßenausbauprogramm weiter zu machen. Wenn der Ortsbeirat dem Vorschlag der Verwaltung zustimmt, ist vorgesehen die Bürgermeister Trupp Straße neu herzurichten. Leider werde ich dem Ortsbeirat auch eine Erhöhung von bisher 2 auf wenigstens 5 Cent pro Verrechnungsquadratmeter vorschlagen müssen.

In Edigheim wurde im vergangenen Jahr die Oppauer Straße neu hergerichtet. Durch die umfangreichen Kanalbauarbeiten in dieser Straße kam es zu erheblichen Belästigungen der Verkehrsteilnehmer und der Anwohner. Nach einer Ansparphase wird ab 2013 die Deichstraße saniert. Die Haupt- und Realschule wurde zu einer Integrierten Gesamtschule umorganisiert. Mit dieser zukunftsreichen Schulform unter Beibehaltung des Humboldt Gymnasium sind wir nun optimal versorgt. Mein Dank gilt den Schulleitungen und dem Lehrerkollegium, die diese nicht einfache Schulreform bei laufendem Betrieb bestens organisiert haben.

Ich werde mich mit dem Ortsbeirat dafür einsetzen, dass die versprochene bauliche Umgestaltung zügig in Angriff genommen wird.“

Zu den Lärmschutzmassnahmen im Zinkig:

„Durch die Erweiterung des Kombiverkehrsterminal wird das Bahngleis entlang des Zinkig stärker belastet. Die versprochen Lärmschutzmaßnahmen sind zeitgerecht erstellt worden. Mit den weiteren begleiteten Lärmschutzmaßnahmen wird im Frühjahr begonnen.“

Zur allgemeinen Verkehrssituation in Edigheim:

Wegen der belastenden KFz Verkehre in Edigheim wurden von der Verkehrsinitiative zahlreiche Wünsche geäußert, um mehr Verkehrsberuhigung zu erreichen. In zahlreichen Gesprächen und Ortsbegehungen wurden seitens der Anwohner auf die Zustände hingewiesen. Noch im Januar werde ich gemeinsam mit der Verwaltung darüber beraten, was rechtlich von diesen Vorschlägen umgesetzt werden kann. Ich bin mir mit dem Ortsbeirat darüber einig, dass wir aber auch der Gesamtverkehrssituation in Edigheim Rechnung tragen müssen. Problemverlagerungen in andere Straßen können nicht die Entscheidung sein.

Zum „Förderverein für Heimat und Denkmalpflege Edigheim“

Ein Glücksfall war die Gründung des Förderverein für Heimat und Denkmalpflege Edigheim. Unter ihrem Vorsitzenden Manfred Götz und vieler Sponsoren konnte in den Stadtteilen Oppau, Edigheim und der Pfingstweide vieles erreicht werden. Ich darf nur an die Gestaltungen auf den Friedhöfen in Edigheim und Oppau denken, aber auch an die Mitgestaltung des Edigheimer Marktplatzes, an das eiserne Tor im Oppauer Park und den vielen Reinigungsaktionen.
Herzlichen Dank an dieses ehrenamtliche Engagement, das vorbildlich ist.

Zur Situation in der Pfingstweide

„In der Pfingstweide stand im vergangenen und steht auch in diesem Jahr die Gestaltung der Ortsmitte im Vordergrund. Im Januar 2010 konnte das Gesundheitszentrum seiner Bestimmung übergeben werden. Inzwischen ist die restliche Hochhauszeile abgerissen, sodass vor wenigen Tagen mit dem Bau eines Netto Verbrauchermarktes begonnen werden konnte. Die Eröffnung, die den Bewohnern der Pfingstweide weitere Einkaufsmöglichkeiten bietet, soll im Mai dieses Jahres sein.

Geteilte Ansichten gab es zu der Buslinienführung, die notwendig wurde, weil die bisherige Wendeschleife nicht mehr zur Verfügung steht. Was die Einen als Verkehrsbelästigung sehen, sehen die Anderen wegen der kürzeren Wege zur Haltestellte als verbessertes ÖPNV Angebot. Die neu errichteten Haltestellen im Londoner Ring und in der Prager Straße wurden behindertengerecht ausgebaut.

Auch in der Pfingstweide muss mit der Straßensanierung begonnen werden, deshalb werden seit 2010 auch hier Ausbaubeiträge von den Grundstückseigentümern verlangt. Es ist vorgesehen ab 2013/2014 mit den Sanierungsarbeiten zu beginnen.

Im vergangenen Jahr wurde auch der Förderverein „Miteinander“ gegründet. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich um ein nachhaltiges Miteinander der Bevölkerung der Pfingstweide zu kümmern. Die bisherige Netwerkerin Pamela Wich, deren Aufgabenbereich befristet war, hat dem Verein eine gute Aufbauarbeit hinterlassen.“