Ein Unfall der kuriosen Art ereignete sich heute gegen 16:30 Uhr auf der BAB 6 im Bereich der Baustelle in Höhe der Anschlussstelle Ludwigshafen-Nord. Ein 28-jähriger Pkw-Fahrer wollte dort auf die Hauptfahrbahn in Fahrtrichtung Kaiserslautern auffahren.

Aufgrund der Baustelle an der Unfallörtlichkeit steht im Auffahrtsbereich nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Beim Einfädeln missachtete der 28-jährige die Vorfahrt eines 34-jährigen Lkw-Fahrers. In der Folge verkeilten sich beide Fahrzeug Ineinander und zwischen den Fahrstreifenbegrenzungen.

Es ging also weder vor, noch zurück. Die Behebung der Situation gestaltete sich schwierig, da schon die Anfahrt zur Unfallstelle aufgrund der Verkehrslage und Verkehrsführung erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Nachdem die Funkstreife der Autobahnpolizei Ruchheim, sowie das beauftragte hiesige Abschleppunternehmen sich durch den dichten Verkehr gekämpft hatten, standen sie vor dem Problem, wie die Fahrzeuge geborgen werden konnten. Nur mit großem Aufwand und Geschick konnte der Abschlepper den Pkw mittels einer Seilwinde aus der Verkeilung lösen. Aufgrund der ohnehin hohen Verkehrsbelastung und dem Wegfall eines Fahrstreifens entstanden erhebliche Verkehrsbehinderungen.

Der Verkehr staute sich zurück bis zum Autobahnkreuz Viernheim. Die Staulänge betrug deutlich über 10 km. Bis zur Freigabe der Fahrbahn dauerte es etwa anderthalb Stunden, wobei sich der Verkehr erst deutlich später wieder normalisierte. Dem 28-jährigen Fahrer droht ein Bußgeld in Höhe von 120 Euro, sowie ein Punkt im Verkehrszentralregister in Flensburg.

Im Anhang befindet sich ein Unfallbild, sowie eine Übersichtsaufnahme der geräumten Unfallstelle zur Verdeutlichung der dortigen Verkehrsführung.