Schoenmakers Gerhard

Geboren: Sonntag, 20 Juli, 1919
Gestorben: Freitag, 1 Februar, 2002

Geboren in Oppau. Sein Vater leitete von 1912-1936 die Oppauer Energieversorgung mit Gas, Wasser und Elektrizität, die nach der Eingemeindung von Edigheim in die „Städtischen Werke“ umbenannt wurde. Aus dem 2. Weltkrieg kehrte er schwer verwundet heim in seine Heimatstadt.

Nach dem Studium an der TH Karlsruhe von 1946-1949 in der Fakultät Bauingenieurwesen, wechselte der Diplomingenieur nach einigen Stationen bei Ludwigshafener Baufirmen 1955 zur Stadtverwaltung Ludwigshafen, wo er tatkräftig beim städtischen Tiefbauamt Akzente setzte. 1966 schon zum Stadtbaudirektor ernannt, wurde er aufgrund seiner großen Leistungen 1973 als Parteiloser zum Beigeordneten und Baudezernenten gewählt. Seine kollegiale Haltung sorgte für ein angenehmes Arbeitsklima unter seinen Kollegen, er fand auch bei Oberbürgermeister Dr. Werner Ludwig volle Anerkennung und Unterstützung. Seine Amtszeit ging vom 1.7.1973 bis 8.10.1981

Seine Hauptverdienste dokumentieren die Koordinierung vor Ort sämtlicher Verkehrsanlagen, die teils hoch- bzw. tief auf verschiedenen Ebenen verlegt wurden, um ein schrankenfreies Ludwigshafen zu schaffen. Er prägte die neue Stadtstruktur mit. Die Kurt-Schumacher-Brücke mit der Anbindung an die Hochstrasse, in Verbindung mit dem BASF-Knoten bestimmt die Infrastruktur des neuen Zentrums.

Unter Schoenmakers, einem Mann mit Einfühlungsvermögen, entstanden während seiner Amtszeit zwei Fußgängerzonen nach Wettbewerb, und die beachtenswerte Ortsumgehung Rheingönheim. Die Sicherung des öffentlichen Nahverkehrs, besonders bei der Verlegung des Ludwigshafener Bahnhofs, die Schaffung einer Großkläranlage mit der BASF, das Pumpwerk in der Hemshofschachtel, all diese Projekte zeugen von seinem Schaffen.

Während seiner Zeit als Baudezernent entstanden beim Hochbauamt Ludwigshafen die Schulzentren Edigheim und Mundenheim, sowie die „Integrierte Gesamtschule Oggersheim“. Weitere Großprojekte waren der Bau der PFingstweide, Planung der Wolfsgrube und die Errichtung des Autobahnzubringers. Mit ganzem Herzen war Gerhard Schoenmakers für die Stadt tätig, die ihm sein Engagement 1983 mit dem Ehrenring dankte.

Er war immer und gerne Oppauer.

Quelle: Buch „Streifzug durch die Geschichte von Oppau-Edigheim-Pfingstweide“  mit freundlicher Genehmigung des Autors Hans Bayer