Schork Horst

Geboren: Freitag, 10 Februar, 1928
Gestorben: Freitag, 8 November, 1974 in Oppau
Als Horst Schork 10 Jahre alt war zogen seine Eltern nach Oppau und eröffneten in der Rosenthal-Strasse ein Lebensmittelgeschäft. Kurz vor Kriegsende wurde er mit 17 Jahren als Flakhelfer eingezogen und erlebte das Ende der zerbombten Stadt Ludwigshafen.

Er hatte Kaufmann gelernt und übernahm zunächst das Lebensmittelgeschäft der Mutter, ging dann als Schichtarbeiter in die BASF, bildete sich weiter und wurde:

  • 1962 Leiter des Zentralbüros des Ammon-Labors
  • 1949 Mitglied der SPD
  • 1954 Vorsitzender des Ortsvereins der SPD
  • 1956 bis 1974 Stadtrat, davon 10 Jahre als Vorsitzender der SPD-Fraktion
  • 1956 Ortsbeirat von Oppau-Edigheim
  • 1957 bis 1974 Ortsvorsteher von Oppau-Edigheim-Pfingstweide und Standesbeamter

Die (unvollständige) Bilanz seiner kurzen Amtszeit ist beeindruckend: begonnene und/oder beendete Projekte

  • GeWoGe-Siedlung Edigheim-Nord
  • GAG-Wohnsiedlung Oppau-West
  • Pfingstweide Baubeginn
  • Wiederaufbau der zerstörten Pestalozzi-Schule
  • Instandsetzung der Lessingschule Edigheim
  • Turnhalle der Goetheschule renoviert
  • Turnhallen der Pestalozzi- und Lessingschule neu gebaut
  • Wilhelm-von-Humboldt-Schule in Edigheim Baubeginn
  • Kindertagesstätten der Stadt
  • Kindergärten der Kirchen
  • Volksbücherei-Zweigstellen in Oppau und Edigheim
  • Altentagesstätten
  • Kleingartenanlagen
  • Grünflächen
  • KinderspielplätzeWillersinngebiet Ausbau
  • Verbesserung der Verkehrsverhältnisse
  • Bau des Bürgerhauses

Das K-O-Braun-Museum lag ihm sehr am Herzen, er unterstützte es, wo er konnte. Schrieb heimatgeschichtliche Beiträge und Bücher über Oppau-Edigheim. Horst Schork und der damalige Fraktionsvorsitzende der CDU sowie spätere Bundeskanzler, Dr. Helmut Kohl, lieferten sich im Ludwigshafener Stadtrat scharfe Auseinandersetzungen.

Am 8. November 1974 verstarb Horst Schork, 46 jährig, nach fast 2-jährigem schweren Krebsleiden. Mehr als 1500 Trauergäste, junge und alte, gaben ihm tiefbewegt vom Bürgerhaus bis zum Friedhof Oppau das letzte Geleit und zeigten so ihre Verbundenheit mit einem Mann, der in seinem kurzen Leben soviel für sie und ihren Stadtteil geschaffen hatte. Dies bleibt unvergessen.

Zu seiner Erinnerung trägt die „Senioren-Residenz in der Horst-Schork-Straße“ seinen Namen.