Oppau – Das trübe Wetter ließ noch manchen vom Liederkranz Oppau einen bangen Blick zum Himmel werfen. Der leichte Regen am Freitag verhieß für den Abend zunächst nichts Gutes. Pünktlich zum Festbeginn um 18:00 Uhr waren die Regenwolken wie weggeblasen. Die Sonne wagte sich hinter den Wolken hervor.

Die Vorbereitungsarbeiten von 14 Personen waren nicht umsonst. Um 21:00 Uhr begann sich der Schulhof zu füllen. Seit 41 Jahren wird das Fest gefeiert. In den ersten Jahren im Pestalozzi-Schulhof in der Grossgasse und  seit 35 Jahren im Schulhof der Goethe- Mozartschule.

Die Stimmung unter den Helfern war aufgeregt wie vor einer Premiere. Dem Chor stand noch eine gravierende Änderung bevor. Ihre bisherige Dirigentin Caitlyn Bowman hat aufgegeben und ist in ihre Heimat USA zurückgekehrt.

Für das Sommerfest wurde Teresa Wojeik verpflichtet. Eine Neuseeländerin, die seit einem Jahr in Deutschland lebt und in Sandhofen wohnt. Sie hat Musik studiert und will 2016 ihren Master-Abschluss machen. Seit Juli 2015 hat sie erst wenige Übungsstunden mit dem Chor absolvieren können.

Um 19:30 Uhr beginnt der offizielle Teil des Festes. Der neue Vorsitzende erwähnt in seiner ersten Begrüßungsrede:

Dank der Hilfe des TTC Oppau konnten die Vorbereitungen für das Fest in kurzer Zeit, von Donnerstag bis Samstag, durchgezogen werden. Als nächstes planen wir eine Sängerreise im kommenden Jahr nach Weilburg an der Lahn, an der passive Mitglieder teilnehmen können.

Ortsvorsteher Udo Scheuermann  dankt den aktiven Helfern in seinem Grußwort und lobt den Verein: Der Liederkranz pflegt ein gutes Verhältnis zur Bevölkerung.

Der Faßbieranstich wird mit gewohnter  Routine und zwei Schlägen durchgezogen. Klaus Müller, Udo Scheuermann und Frank Habermann von der Mayer-Brauerei prosten auf das Sommerfest.

Die aushilfsweise mit dem Chor arbeitende Dirigentin Wojeik hat gleich beim ersten Lied leichte Probleme. Die Liederkränzler wollen der jungen und zierlichen Dirigentin anfangs nicht folgen. Zwei Teile des Chors beginnen in unterschiedlichem Tempo. Mit den gleichen Tönen klappt es nicht sofort wie es sein soll. Nach einer Minute hat Teresa, wie die Sänger sie nennen, Alle auf einer gemeinsamen Linie. Es klingt wie früher, als sie ‚Ich weiß nicht, was soll es bedeuten‘ und ‚Ein kühles helles Blondes‘ singen.

Zu Beginn des gemütlichen Teils hebt die Dirigentin gemeinsam mit den Sängern einen Ein-Liter-Krug und trinkt mit auf das Sommerfest. Kein Problem für Franz Lämmlin mit seinem Keyboard die Sangesfreunde am Abend zum Mit-Singen zu bewegen. Es herrscht ausgelassene Stimmung an den Tischen.

Speisen und Getränken finden ihre Abnehmer und die Bar wird fleißig besucht. Dank gutem Wetter wird es ein langer Abend für die Sommerfestgäste. Die Mühen der Vorbereitung haben sich für den Verein gelohnt.