Gemeinsamer Fasnachtszug der Kurpfalz führt durch Ludwigshafen

Kurpfalz Fasnachtszug in Ludwigshafen
Kurpfalz Fasnachtszug in Ludwigshafen

Ludwigshafen – Närrischer Höhepunkt mit mehr als 3.500 Aktiven und 250.000 Gästen. Auf einen bunten und vitalen „närrischen Lindwurm“ dürfen sich die Besucherinnen und Besucher des 64. gemeinsamen Fasnachtszugs der beiden Schwesterstädte Mannheim und Ludwigshafen freuen, der sich am 7. Februar 2016, ab 13.11 Uhr, durch die Straßen der Ludwigshafener Innenstadt schlängelt.

Der große Aufmarsch der Närrinnen und Narren unterstreicht das Motto der Ludwigshafener Fasnacht: „Mir lossens krache, lossens knalle, Fasnacht is’n Spaß für alle“.

Kurpfalz Fasnachtszug in Ludwigshafen
Kurpfalz Fasnachtszug in Ludwigshafen

„Mehr als 3.500 Aktive sind in Musikkapellen, Garden, Fußgruppen und auf den Zugwagen unterwegs. Karnevalvereine aus Ludwigshafen, Mannheim sowie aus der gesamten Metropolregion Rhein-Neckar und auch aus Stuttgart und Ottenhöfen bilden insgesamt 116 Zugnummern. Der Zug hat eine Länge von rund 2,5 Kilometern, die Zugstrecke beträgt rund 3 Kilometer“, so Iris Joch, Prokuristin der LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH, die für die Durchführung des Fasnachtszugs verantwortlich ist. „Wir rechnen mit rund 250.000 Gästen entlang der Zugstrecke. Von den Motivwägen wird es Bonbons, Popcorn und allerlei andere Süßigkeiten regnen, die Garden und Fußgruppen animieren mit ihren Ahoi-Rufen die Zuschauer und Zuschauerinnen am Straßenrand zum Mitmachen!“ Rund 5 bis 10 Tonnen Süßigkeiten werden von den Wagen geworfen.

„Es ist beeindruckend, was Aktive und Vereine mit ehrenamtlichem Engagement bewegen“, so Gregor Seelinger, Präsident des Großen Rates der Ludwigshafener Karnevalvereine. „Die Pflege fasnachtlichen Brauchtums genießt einen hohen Stellenwert und verbindet die Menschen über Länder- und Stadtgrenzen hinweg in erfreulicher Weise.“

„Noch bevor es ein Rhein-Neckar-Dreieck oder die Metropol-Region gab, haben die Kurpfälzer Narren bewiesen, dass man sehr gut gemeinsam feiern kann und deshalb führt der Fasnachtszug seit 64 Jahren einmal `hiwwe´ und einmal `driwwe´ durch Ludwigshafen oder Mannheim“, folgert Thomas Dörner, Präsident der Karneval-Kommission Mannheim e.V.

Ehrentribüne und Sprecherstationen

Die Ehrentribüne mit 249 Plätzen ist in der Bahnhofstraße, Höhe Parkhaus Bürgerhof, aufgebaut. Erstmals sorgt Jens Huthoff & Band an der Ehrentribüne für Unterhaltung und animiert von 12.30 bis 13.45 Uhr die Gäste vor Ort. Fasnachts-und Stimmungslieder laden zum Mitsingen und Mitschunkeln ein. In der Bahnhofstraße befinden sich auch die Fernsehkameras des SWR, der den Zug ab 14 Uhr live im Fernsehen überträgt.
Informationen und Kommentare zum Zug sind über Lautsprecher an fünf Stationen zu hören: Goerdeler Platz, Kulturzentrum „Das Haus“, Commerzbank, Bismarck-/ Ecke Bahnhofstraße, Berufsbildende Schule Wirtschaft II und an der Sparkasse Vorderpfalz in der Bismarckstraße. 15 Imbissstände stellen sicher, dass die Versorgung mit fester und flüssiger Nahrung gewährleistet ist.

Highlights im Zugprogramm

Nach der Aufstellung in der Leuschnerstraße setzt sich der Zug um 13.11 Uhr, angekündigt durch die Böllerschützen vom Donnersberg der SG Schweisweiler 1979, am Goerdelerplatz in Bewegung und läuft über etwa vier Stunden hinweg durch die Straßen der Innenstadt, bevor er sich gegen 17.15 Uhr an der Rheinschule im Stadtteil Süd auflöst.
Von der Zugnummer 1 grüßt Miss Ludwigshafen, Sandra Krobath und aus dem Cadillac der Zugnummer 5 grüßt die Pfälzische Weinkönigin Julia Kren das närrische Volk.

Die Karnevalsgesellschaft Grün-Weiss aus Stuttgart ist mit ihrer venezianischen Fußgruppe in aufwändigen Kostümierungen mit der Zugnummer 6 dabei.

Die Bosensteiner Höhlenknechte, eine Teufelgruppe aus Ottenhöfen, reisen mit ihrem Zunft-LKW (Zugnummer 34) an, der als imposante Burg durch die Straßen rollt. Ihren Namen haben die Karnevalisten aus der Sage der Burg Bosenstein abgeleitet, der nachgesagt wird, das Tor zur Hölle zu sein.

Die Prinsenkamer Antwerpen mit ihrem Kaizer Yves-Michel Kinet aus der Ludwigshafener Partnerstadt ist zum ersten Mal mit der „Deugniet“-Figur mit dabei und die Guggefetzband „Roabdigalle“ aus Bensheim heizt den Zuschauer/innen mächtig ein.

Ebenso zum ersten Mal mit dabei sind die TV-Kaiserfunken aus Speyer und die Speyerer Schnoogefetzer.

Der Karnevalverein 1838 Kaiserslautern kommt unter dem Motto „Lautrer Planer sind doch schlau, sie sorje stets für Dauerstau“ begleitet von der Tollität Lvasa I. und des Pfalzgrafen Johann Casimir III.

De Fuxdeiwelswilde ist ein absolutes „Pälzer Originaal“ und bringt mit seiner Ein-Mann-Show-Band das Publikum in Stimmung.

Mit der Zugnummer 114 gehen die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Ludwigshafen als „die dunkle Macht“ an den Start und sorgen für saubere Plätze und Straßen. 40 Mitarbeiter und 13 Fahrzeuge der WBL werden im Einsatz sein

Fasnachtsmarkt ist beliebter Treff vor und nach dem Zug

Beliebter Treff vor und nach dem Fasnachtszug ist der Ludwigshafener Fasnachtsmarkt auf dem Berliner Platz. Fünfzehn Schausteller und Händler präsentieren dort von Donnerstag, 4. Februar bis Dienstag, 9. Februar, jeweils von 11 bis 21 Uhr, neben Spielbuden und Fahrgeschäften insbesondere auch Köstlichkeiten und Spezialitäten für Leib und Magen. Für die kleinen Fasnachter sind Fahrgeschäfte wie Taiga-Jet, Kinderwelt, Biene Maja und Ball- und Pfeilwerfen interessant.

Höhepunkt des Fasnachtsmarktes ist bereits ein Tag vor dem Fasnachtszug, also am Samstag, 6. Februar, ab 13.11 Uhr der „Sound of Lu“ mit allerlei närrischen Musik- und Tanzdarbietungen auf der Festbühne.

Eine nützliche Orientierungshilfe durch das fasnachtliche Treiben in Ludwigshafen bietet der Närrische Fahrplan, der an zahlreichen Auslagestellen im Stadtgebiet, wie etwa bei der Tourist-Information Ludwigshafen, aber auch im Internet auf der Website des Herausgebers www.lukom.com<http://www.lukom.com> zu finden ist.

Tipps für die Anreise und zum Parken

Für die Anreise von Besucherinnen und Besuchern aus der Region sind folgende Parkhäuser und Parkplätze geöffnet: Parkhaus Walzmühle (bereits ab 9 Uhr geöffnet!), Parkplätze Jaegerstraße und Messplatz, Parkhaus Bürgermeister-Grünzweig-Straße, Parkplätze am Benckiserplatz sowie zwischen der Anilin- und Fabrikstraße, Parkplatz am Bowling-Center, Parkhaus der Rhein-Galerie (bereits ab 9 Uhr geöffnet!), Parkhaus Bürgerhof, Parkplätze unter der Hochstraße und Otto-Stabel-Straße, Parkhaus Zollhofstraße.

Feiern ohne Alkohol

Mit der „Selbstverpflichtung zum Umgang mit Alkohol in der 5. Jahreszeit“ haben Zugmarschälle der großen Fastnachtszüge in Mainz, Koblenz und Ludwigshafen bereits vor Jahren gemeinsam mit der Landesregierung eine Selbstverpflichtung zum maßvollen Alkoholgenuss unterzeichnet. Mit dem Dokument verpflichten sich die Teilnehmer des Fasnachtszuges, beispielsweise das Ausschenken von Alkohol an die Zuschauer von den Wagen aus zu unterlassen, auf alkoholhaltiges Wurfmaterial zu verzichten und die Aktiven der Festzüge aufzufordern, während des Umzugs keinen Alkohol zu trinken. Mit der im vergangenen Jahr von der Landesregierung Rheinland-Pfalz gestarteten Kampagne „Mach dir nix vor“ soll auf die Gefahren des übermäßigen Alkoholkonsums aufmerksam gemacht werden.

Sicherheit: „Narren sollen sich sicher fühlen!“

„Die LUKOM dankt der Landesregierung und dem Polizeipräsidium Rheinpfalz, dass mit einem neuen Sicherheitskonzept eine höhere Sicherheit während der Fasnachtstage gewährleistet wird“, so Iris Joch. „Unser Dank gilt aber auch allen anderen Institutionen, die am Fasnachstsonntag im Einsatz sind und dafür Sorge tragen, dass die Besucherinnen und Besucher sorglos und ausgelassen feiern können.“ Dies sind: Die Feuerwehr der Stadt Ludwigshafen, das Deutsche Rote Kreuz, der Arbeiter-Samariter Bund, die Johanniter, der Malteser-Hilfsdienst, das Technische Hilfswerk Ludwigshafen, der TÜV sowie das Ordnungsamt der Stadt Ludwigshafen. Zusätzlich setzt die LUKOM Personal eines privaten Sicherheitsdienstes ein. „Auch wenn durch das aktuelle Sicherheitskonzept die Kosten für die LUKOM als Veranstalter deutlich steigen, werden die Teilnehmer damit nicht belastet“, so Joch.