Das Jahreskonzert 2016 vom Shanty-Chor der Chorgemeinschaft Thalia Harmonie Ludwigshafen-Edigheim war geprägt vom 25-jährigen Bestehen des Shanty-Chors.

Die Turnhalle der Lessingschule Edigheim war am 22. Oktober 2016 ausgebucht, als um 17:00 Uhr die Shantys in Blau-Weiss einmarschierten und auf der Bühne unter einem von dem Chor-Mitglied Werner Langknecht gestalteten Bühnenbild Aufstellung nahmen.

Nach der Einleitung mit „Rise, Rise“ von Peter Hagen folgte „25 Jahre Edigheimer Shanty-Chor“, ein Stück das von Chorleiter Jakob Franger  eigens für das Jubiläum komponiert wurde.

1. Vorsitzender Werner Kranz bei der Begrüßung
1. Vorsitzender Werner Kranz bei der Begrüßung

Der 1. Vorsitzende Werner Kranz begrüßte die Gäste und gab die Bühne frei für seine „Seeleute“, die  In der ersten Programmhälfte eine schöne Auswahl an Seemannsliedern vortrugen:

„Nimm uns mit Kapitän“ von N. Schulze, „Und das weite Meer“ von Lotar Olias, „Die Windjammer kommen“ von Andr. Schulze, „Sonne über Sylt“ ein stimmungsvolles Lied von Bernd Rusinski, „Die Kneipe am Moor“ von Klaus Prigge, „Das ist die Liebe der Matrosen“ von W.R. Heymann,“Der Hafen gehört dem Seemann allein“ von B. Rusinski, „Abschied vom Meer“ ein wehmütiges Lied von Lotar Olias und „Klar Deck, überall“ von Peter Hagen.

Nach einer 20minütigen Pause steigerten sich die Sänger in der zweiten Programmhälfte mit den Stücken:

Shanty-Chor Edigheim
Shanty-Chor Edigheim

„Seemann deine Heimat ist das Meer“ von W Scharfenberger, „Endlos“ von H. Wojciechowski, „Abend am Meer“ ein besinnliches Stück von Lotar Olias, „Immer ran an den Wind“ von Georg Kowalik, „Hein Mück aus Bremerhaven“ von Willy Engel-Berger, „Gelbe Rose, Ros‘ aus Texas“ von Horst Henningsen, „Sieben Meere musst du fahren“ von Erich Offierowski, „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“ von Michael Jary, „Uns wiegen Wellen“ von Werner Zugck, dem Initiator des Edigheimer Shanty-Chores.

Danach folgten lt. Programm die letzten beiden Stücke:

„Dankeschön und auf Wiedersehn“ von Bert Kämpfert und „Licht aus und Ruh‘ an Bord“ von Peter Hagen.

Der 1. Vorsitzende Werner Kranz bedankte sich bei den Mitwirkenden: Johann Becker am Akkordeon, Solisten Ernst Franger und Boris Schreiner, dem Chorleiter und Solisten Jakob Franger, sowie seinem Shanty-Chor für den Einsatz und die 25-jährige Treue. In dem 17 Mann starken Chor singen heute noch 8 Mitglieder aus dem Gründungsjahr.

Unter ihnen ist Werner Zugck, der einzige „echte“ Seemann, der noch auf dem Panzerkreuzer Lützow zur See fuhr. Nach dem 2 Weltkrieg war er lange Zeit Vize-Chorleiter bei der Thalia Harmonie Edigheim. In den 1990er Jahren kam von ihm der Anstoß zur Gründung des Shanty-Chores.

Die Zuhörer wollten „ohne“ nicht nach Hause gehen, sie forderten lautstark Zugabe. Und sie bekamen ihre Zugaben:

„Einmal noch nach Bombay, einmal nach Hawaii“ und „Alles klar, alles klar“.

Zwischen diesen beiden Stücken versteckt das Glanzstück des Nachmittags: „Leise kommt die Nacht“ von Peter Hagen. Ein Gegenstück zu den üblichen strammen und zackigen Seemannsliedern. Hier haben die 17 „Seeleute“ mit ihrem dynamischen, gefühlvollen und ergreifenden Vortrag gezeigt, was ein Chor leisten kann.

Das Publikum war mit seinen Shantys zufrieden, das zeigte der Beifall, der bei allen Stücken kräftig gespendet wurde.

Fazit: Danke für diesen schönen Nachmittag.