13. Rolli-Sportfest der Ludwigshafener Schulen am 31. Mai 2017

Eberthalle in Friesenheim
Eberthalle in Friesenheim

Ludwigshafen – Bereits zum 13. Mal veranstaltet die Interessengemeinschaft  Behinderter und ihrer Freunde e.V. (IBF) am 31. Mai 2017 die Austragung Sport im Rolli für die 8. Klassen der Ludwigshafener Schule in der Friedrich-Ebert-Halle.

Bürgermeister Wang van Vliet ist Schirmherr der Veranstaltung, die unter dem Motto „Stadtmeisterschaft der Ludwigshafener Schulen“ ausgetragen wird. Hierzu haben 14 Regelschulen ihre Teilnahme an den fünf verschiedenen Wettkampfdisziplinen zu gesagt.

Die Veranstaltung wird durch die LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH durch die Bereitstellung der Eberthalle unterstützt. Durch die Überlassung und Ausleihung der Sport-Rollis durch den Verein RSG Ludwigshafen (Rollstuhl-Sport-Gemeinschaft) unter dem Vorsitz von Uli Umstetter konnte bis heute diese Sportveranstaltung durchgeführt werden. Mittlerweile hat die IBF durch ihre Veranstaltungen Sport im Rolli und die Trainingseinheiten an den Ludwigshafener Schulen über 7000 Schülerinnen und Schüler erreicht, um den Rolli näher kennenzulernen und auszuprobieren. Die Veranstaltung beginnt mit dem Basketballturnier bereits ab 8:30 Uhr und die jeweiligen Mannschafts- und Einzelrennen beginnen ab 10 Uhr.

Diese Veranstaltung ist in vieler Hinsicht ein wertvoller Beitrag zur Integration behinderter Menschen in unserer Gesellschaft. „Vor 13 Jahren wurde das Veranstaltungskonzept, das in der Rhein-Neckar-Region noch ein Novum und das Thema Integration noch nicht so etabliert war, entworfen. Nichtbehinderte treten im Rollstuhl gegeneinander an, messen sich und erfahren gleichzeitig, was es heißt, ein Leben lang auf einen Rollstuhl angewiesen zu sein und sich im Alltag damit fortzubewegen“, erläutert der Vorsitzende Arno Taglieber,  der auch Organisator der Veranstaltung des IBF ist. Nichtbehinderte Schülerinnen und Schüler haben die Chance, den Rollstuhl als Sportgerät zu erfahren und lernen durch das Ausprobieren des Rollstuhls die Situation kennen, wie es sein muss, tagtäglich auf dieses Gerät angewiesen zu sein.

Die IBF besucht im Vorfeld die eingeladenen Schulen und gibt den Teilnehmern beim Sport im Rolli die Möglichkeit, die eingesetzten Sportrollstühle wettkampfmäßig zu erproben. Sie werden von fast allen Schülerinnen und Schüler im Moment als Sportgerät akzeptiert und mit Begeisterung angenommen. Sprintstrecken und Kurven sind zu bewältigen. Dabei macht jeder die Erfahrung, dass hochkonzentriert gefahren werden muss, denn eine falsche Richtung ist leicht eingeschlagen und man kommt durch Umwege dann erst später ans Ziel.

Jede der 14 Schulen entsendet zwei Mannschaften mit jeweils fünf Schülern und einen Einzelläufer, die zunächst in Vorläufen gegeneinander antreten. Über Viertel- und Halbfinalläufe schaffen es die besten Teilnehmer bis ins Finale zur Ermittlung der Sieger. Jeder Schüler absolviert pro Durchgang 50 Meter, 25 Meter in die eine und 25 Meter in die andere Richtung, ehe er das symbolische Staffelholz an das nächste Teammitglied übergibt. Ferner hat man nun bereits zum dritten Mal auch die Schülerinnen für ein eigenes Einzelrennen im Programm gewinnen können und mit Begeisterung festgestellt auch die weibliche Jugend akzeptiert das Sportgerät und versucht die dazu erforderlichen Handhabungen für einen Rolli zu meistern.

„Neben den Einzelrennen und den Staffelläufen hat sich das Basketballspiel etabliert und als wahrer Renner in den letzten Jahren erwiesen“, so Arno Taglieber.

„Wir gehen davon aus, dass sich mit der Zeit, wenn wir die Veranstaltungen lang genug durchführen können, das Verhältnis zu behinderten Menschen ändert. Wohl wissend, dass der Rolli im Moment als attraktives Sportgerät angesehen und genutzt wird, hoffen wir, dass irgendwann ein gewisses Nachdenken einsetzt, dass sich die Distanz zum Rollstuhl und damit auch zu behinderten Menschen verringert, dass der erwachsene Mensch mit offeneren Augen seine Umgebung sieht“, so IBF Vorsitzender Arno Taglieber.

„Anreize haben wir durch Pokalüberreichung bei der Siegerehrung zur Veranstaltung verstärkt. In den fünf auszutragenden Wettkampfdisziplinen, Einzelrennen Schüler und Schülerinnen, Mannschaftsstaffel, Sonderrennen der Lehrer und Basketballturnier haben sich einige Unternehmen und Institutionen von Ludwigshafen bereit erklärt, die Pokale hierzu zur Verfügung zu stellen. Die drei Erstplatzierten von jeder Disziplin erhalten einen Pokal und jeweils eine Medaille. Alle Teilnehmer erhalten eine Plakette zur Erinnerung an den außergewöhnlichen, sportlichen Tag“, freut sich Taglieber.

Die Veranstaltung Sport im Rolli wird unterstützt von: Sparkasse Vorderpfalz, GAG Ludwigshafen, Die Rheinpfalz und LUKOM Ludwigshafener Kongress- und Marketing-Gesellschaft mbH.