OPPAU – Uns erreicht ein Artikel des BIL-TEAMS, den wir Euch nicht vorenthalten wollen. Was die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendfreizeitstätte mitteilen, klingt unglaublich. Hundehalter mißbrauchen Spielplatz und Rasenfläche als Toilette.

Dazu schreibt das BIL-Team:

Seit vielen Jahren nehmen die Kinder der Bil e.V., der offenen Kinder- und Jugendfreizeitstätte in Oppau, an der „Aktion saubere Stadt“ teil.

Bisher gingen wir mit Tüten und Zangen, einem Wägelchen mit Erfrischungsgetränken und Snacks durch unseren Ort zum Spielplatz in der Breitscheidstraße. Diesmal beschlossen wir noch mehr in der Nähe zu bleiben (unser Haus befindet sich in den Kellerräumen der Goethe-Mozart-Grundschule) und uns den Bürgermeister-Zorn-Platz vorzunehmen.

Bereits in der Planung hörten wir Mitarbeiter von Kindern, dass dieser Platz zum Spielen nicht gerne genutzt werde, da überall Hundehäufchen lägen und man weder die Wiese noch den Spielbereich einfach so betreten könne, ohne immer aufzupassen, wohin man trete.

Für die Mitarbeiter war das erst schwer zu glauben, denn der Platz ist schließlich als Freizeitanlage für Oppaus Bürger gestaltet: Sitzbänke, schattenspendende Bäume, eine Spielwiese, eine Tischtennisplatte und ein paar Spielgeräte im hinteren Bereich laden im Herzen von Oppau zum Verweilen und Spielen ein.

Spielen auf eigene Gefahr!
Spielen auf eigene Gefahr!

So beschlossen wir, für den Fall, dass wir tatsächlich ein paar „Tretminen“ finden sollten, im Vorfeld gelbe Fähnchen zu basteln. Damit wollten wir Markierungen neben den Hinterlassenschaften setzen, um dann beim Laufen und Spielen nach getaner Putzaktion nicht hineinzutreten. Wir bereiteten ca. 25 Fähnchen vor. Vor Ort waren wir entsetzt und stellten fest, dass eventuell auch 125 Fähnchen nicht genug gewesen wären:

Der Platz ist eingerahmt und übersät mit Kundekothäufchen.
Wie kann das sein? Es gibt auch keinen Hinweis auf spielende Kinder, die Vorrecht auf einen sauberen Platz haben sollten. Es gibt keinen Hundekottütenbehälter, der den Hundehaltern das Entfernen der Häufchen nahelegt und erleichtert. Auf die Verantwortungsübernahme der Hundebesitzer kann man sich nicht verlassen, aber sollen wir ihnen und ihren Hunden deshalb auch die Spielräume überlassen, von denen es in unseren Ortschaften ohnehin wenig gibt?

Unserer Meinung nach besteht dringender Handlungsbedarf, damit sich die Kinder diesen Spielraum zurückerobern können.