OPPAU – Vernissage und Ausstellung im Karl Otto Braun Museum – Dr. Stefanie Degenhartt stellt vor: „Die Fladders-Die gefiederte Antwort auf den Wahnsinn des Lebens“

Zu einer besonderen Ausstellung hat der Förderverein des Karl Otto Braun Museums eingeladen. Udo Scheuermann 1. Vorsitzender des Vereins, ging in seiner Begrüßung auf die Historie und die Bedeutung des Heimatmuseums ein und betonte, dass wechselnde Kunstausstellungen im Georg Süß Raum eine lange Tradition haben.

Es freue ihn besonders, dass Dr. Stefanie Degenhartt eine Künstlerin aus Oppau ihre Werke präsentiert. Antje Geis, die Inhaberin der Oppauer Leseecke hielt die Laudatio. Sie gab einen Überblick über die fast zwanzigjährige gemeinsame Zusammenarbeit, die sie mit der Künstlerin verbindet, die ganz klassisch damit begann, dass der Nachwuchs den gleichen Kindergarten besuchte. Antje Geis betonte, dass die Künstlerin dankenswerterweise zu jenen Kunden gehöre, die sich Bücher im Internet aussuche und diese dann-ganz im Sinne des Mottos „Kauf regional“ – in ihrer Leseecke bestelle. Frau Dr. Degenhartt stellte ihr Herzensprojekt vor, wie sie die Fladders liebevoll nennt.

Die Geschichte der Fladders begann im Jahre 2015, als die Künstlerin nach der Renovierung ihrer Wohnung Bilder für die frisch gestrichenen Wände suchte, keine fand und deshalb selbst aktiv wurde. Und so entstanden die „Ur-Fladders“, die sich von den heutigen Exemplaren äußerlich aber noch deutlich unterschieden. Erst im Laufe der Jahre nahmen die Fladders – gemalt in Acryl oder als Aquarelle – ihre jetzige Gestalt an und fanden immer deutlicher zu ihrer Berufung. Denn, so Dr. Degenhartt, die Fladders verstehen sich als Lebenskunst, wenn nicht sogar als „Überlebenskunst“. Ihre ureigene Aufgabe sei es, die Menschen zum Lachen zu bringen und ihnen passende Antworten auf den Wahnsinn des Lebens zu liefern, z.B. wenn es einem die Sprache verschlage. Dafür seien die ausgestellten Bilder, aber auch die vielen weiteren Fladders-Produkte wie Postkarten, Blöcke, Tassen und Rucksäcke bestens geeignet. Ein typisches Beispiel für Überlebenskunst sei die Postkarte, die jedem Besucher der Vernissage beim Betreten des Museums überreicht wurde: Der Aufdruck „Och jo“ sei die Antwort auf alle Klugschwätzer und Besserwisser, die einem das Leben schwer machen.

Daneben gebe es aber viele weitere Sprüche, die bei vielen Gelegenheiten im täglichen Leben angewendet werden können, so die Künstlerin. Neben der Verbreitung von guter Laune haben die gefiederten Chaoten noch eine zweite, etwas subtilere Aufgabe zu übernehmen: Die Fladders sollen die Menschen an ihre Sehnsüchte und verschütteten Wünsche erinnern und sie ermuntern, diese baldmöglichst umzusetzen. Die Fladders freuen sich noch bis zum 26.Mai 2019 auf Besucher im Karl Otto Braun Museum, das sonntags von 10-13 Uhr und 14-17 Uhr geöffnet ist. Die Ausstellungsstücke können käuflich erworben werden.