OPPAU – Das Oppau ein Ärztehaus gut gebrauchen kann, steht außer Zweifel. Veraltete Praxen, Mediziner die in den Ruhestand gehen. Alles das gilt es von seiten der Kommunalpolitik zu bewältigen. Gleichzeitig werden die Patienten immer älter und benötigen eine gute medizinische Versorgung. Allen Beteiligten ist klar, dass schnell gehandelt werden muss.

Frühzeitig stand für Beobachter fest, dass es zu dem Standort Horst-Schork-Straße keine Alternative geben wird. Dennoch ließ die Verwaltung verschiedene Möglichkeiten prüfen.

In der gestrigen Ortsbeiratssitzung erläuterte der zuständige Vertreter der Stadtverwaltung Magin den Sachstand und bekam vom Ortsbeirat grünes Licht für die weiteren Schritte. Denn die beteiligten Ärzte erwarten Planungssicherheit um die Kosten kalkulieren zu können.

Das Gelände zwischen Seniorenheim und Feuerwehr/Polizei ist wegen der Größe die erste Wahl. Benötigt werden ca. 3000 qm plus 1000 qm mind. für Parkplätze. Nun müssen die Sachverständigen die Rahmenbedingungen prüfen. Auch wird es weiter die Möglichkeit geben, dass Anwohner ihre Bedenken einbringen können. Doch zunächst müssen die Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt werden. Sollte sich hier keine Einigung zeigen, wäre das gesamte Projekt in Gefahr.

So schickte die Stadtverwaltung Ludwigshafen den Bereichsleiter Joachim Magin, Abteilung Stadtplanung in den Ortsbeirat um den Mitgliedern und der Öffentlichkeit die Suche nach einem Alternativstandort und den Sachstand zu erläutern.

Der Vertreter der Verwaltung, Joachim Magin führte gestern vor den Mitgliedern des Ortsbeirates aus:

Gemeinsam mit den Ärzten und einem Berater, hat die Verwaltung verschiedene Standorte geprüft und hat sich letztlich für den Standort Horst-Schork-Straße entschieden. Um die Anforderungen von ca. 3000 qm Fläche plus Parkplätze zu decken, ist ein großes Gelände von ca. 4000qm bis ca. 4500 qm notwendig. Dabei wurde der Bereich Parkplatz mit 50 bis 100 Parkplätzen geschätzt.

Es gibt in Oppau Ärzte, die gesagt haben, dass sie bereit sind diese Projektentwicklung zu übernehmen. Es handelt sich hier zunächst einmal um eine unternehmerische Entscheidung. Das ist somit eine Entscheidung, die die Stadt nicht beeinflussen kann. Die Ärzte müssen das ganze Projekt vom Invest her, kalkulatorisch hinbekommen. Es muss überlegt werden, welche Fachdisziplinen in ein solches Ärztehaus gehören und wie es mit der Nachfragesituation aussieht.

Die Ärzte haben sich ein Gelände mit ca. 3000qm Nutzfläche vorgestellt. Damit könnten bis zu 10 Fachdisziplinen untergebracht werden könnten. Die Ärzte würden ein OP-Zentrum anbieten wollen. Hier würde es dann um bspw. Unfallversorgung, REHA etc. gehen.

Ausserdem sind Therapieangebote geplant. Das könnte sich allerdings im Verlaufe des Entwicklungsprozesses noch mehrfach ändern, da die Fachärzte erstmal alle gewonnen werden müssen. Allgemeine Medizindienste sollen das Angebot vervollständigen. Apotheker. Oder wenn ein Augenarzt dazukommt, dann wäre ein Optiker sinnvoll. Ein solches Angebot „Unter einem Dach “ hätte natürlich für uns Patienten viele Vorteile.

Standort Friesenheimer Strasse

In der Überlegung war zunächst einmal das ehemalige Autohaus in der Friesenheimer Strasse. Das haben wir mit den Ärzten und einem Projektbetreuer der Ärztehäuser berufsmäßig baut besprochen und da wurde uns folgendes gesagt:

  • Sind die beiden Grundstücke zusammengenommen zu klein und
  • Wird ein Bau wo man die Dinge räumlich voneinander trennt, so wie es hier gemacht werden müsste, von den Patienten nicht angenommen.

Damit war für uns dieser Standort aus der Planung raus

Standort Horst-Schork-Straße

Hier kamen der Berater und die Ärzte zum Ergebnis, dass es gut passen würde. Obwohl das Grundstück eher eine Randlage ist. Mit den Grundstückseigentümern wurde noch nicht gesprochen. Das ist jetzt der nächste Schritt. Gleichzeitig kamen Befürchtungen aus der Nachbarschaft. Das würde zu Beeinträchtigungen und Belästigungen führen. Aus diesem Grund sagte uns OB Jutta Steinruck, dass noch andere Standorte gesucht und geprüft werden müssen.

Standort am BSC

Da war der Gedanke, man könnte einen Teil des Sportgeländes in Anspruch nehmen. Da müssten wir dann einen bestehenden Sportplatz wieder umgestalten. Und man müsste diese Finanzierung zusätzlich sichern. Diese Finanzierung lässt sich allerdings nicht sichern. Wenngleich die Anforderungen 3000qm plus Parkplätze untergebracht werden können. Fläche wäre vorhanden gewesen. Da aber die Finanzierung nicht machbar ist, fällt auch dieser Standort weg.

Standort Pennymarkt an der Bahnlinie

Die erste Überlegung war bei uns. Die Mitte von Oppau und Edigheim ist am Bahnübergang. Und vielleicht finden wir da etwas. Da hatten wir das Gelände, wo heute der Pennymarkt steht im Auge. Allerdings war damals schon die Offenlage des Pennymarktprojektes im Gange und es gab verbindliche Kaufangebote. Der Standort wäre sehr gut gewesen. Aber der Zug war leider abgefahren. Da waren wir einen Tag zu spät. Aus diesem Grund fiel dieses Gelände ebenfalls raus.

Standort Ehemaliger Pennymarkt – Jetzt Rossmann

Darüber haben wir ebenfalls diskutiert. Das Grundstück wäre zu klein. Aber in Kombination mit Aufstockung, Doppelnutzung von Parkplätzen könnte man da etwas entwickeln. Leider hat der Grundstückseigentümer kein Interesse gezeigt sich diesem Gedanken zu nähern. Vermutlich hatte er bereits konkrete Nachnutzungspläne. Somit fiel dieser Standort weg.

Standort Friedrichstraße

Ziemlich am Ende der Friedrichstraße. Dort befindet sich ebenfalls ein Grundstück, das einer neuen Nutzung zugeführt werden könnte. Hier ist das große Problem, dass dieses Grundstück sehr schlecht erschlossen und beengt ist.

Aus allen diesen Gründen sehen wir in der Verwaltung nur die Möglichkeit ein Ärztehaus in der Horst-Schork-Straße zu bauen. Andere Standorte sind, wenn man ein Ärztehaus zeitnah in 2 bis 3 Jahren entwickeln möchte, nicht verfügbar.