OPPAU – Zum ersten Mal lud der neue Ortsvorsteher Frank Meier zum traditionellen Neujahrsempfang. Vertreter aus Politik und Wirtschaft, der Polizei, Feuerwehr und den Rettungsdiensten machten ihre Aufwartung.

Seine Rede begann er mit den Worten: „Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger aus unseren Stadtteilen Oppau, Edigheim und der Pfingstweide“. Damit unterstrich er seine Aussage vom Amtsantritt, dass er der Ortsvorsteher für alle Stadtteile sein wird und dass Niemand bevorzugt oder benachteiligt wird.

Danach folgte die Begrüßung verschiedener Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Polizei, Rettungsdiensten, Feuerwehr, der Kirchen und der Schulen.

Er betonte, dass alle materiellen Dinge, die sich Menschen wünschen, wertlos sind, wenn Einem das Wichtigste verwehrt bleibt: Gesundheit.

„Und das ist es liebe Gäste, was ich jedem Einzelnen von Ihnen für das neue Jahr von Herzen wünsche – Gesundheit im Jahr 2020 für Sie und ihre Familie.“

Es folgte ein kurzer Rückblick über das Jahr 2019. Das, so bemerkte er „sicherlich nicht langweilig war“

Zunächst einmal stellte er mit Bezug auf Europa fest: „Wenn der europäische Gedanke immer weiter erodiert, wird es viele Verlierer geben und nur wenige Gewinner. Wir leben in einer globalen Welt. Ob es uns gefällt oder nicht.

„Wir müssen aufpassen, dass wir beim gesellschaftlichen Wandel alle mitnehmen. Sonst wird es uns nicht gelingen für eine bessere Welt zu sorgen.“

„Wir brauchen Europa – Denn alleine werden wir die Welt nicht retten.“

Dann berichtete er über Ludwigshafen und „unsere Stadtteile“.

Januar 2019

Ludwigshafen erhält einen neuen Kämmerer. Der aus Oppau stammende Andreas Schwarz, tritt das nicht leichte Erbe von Dieter Feid an.

Januar bis Mai 2019

Dieses erste Halbjahr stand ganz im Zeichen der Kommunalwahlen. Ludwigshafen wählt einen neuen Stadtrat. Es ziehen soviele Parteien in den Rat ein, wie noch nie zuvor. Die Sitzungen, als auch die Diskussionen werden länger. Ob es zielführender wird, lasse ich mal dahingestellt sein. ich erinnere nur an die Abstimmung zum schnellstmöglichen Abriß der Hochstraße Süd. Die trotz Zustimmung aller Parteien, anschliessend von den Grünen und den Piraten gerichtlich verzögert wurde.

Juni 2019

Der dienstälteste Ortsvorsteher Ludwigshafens , Udo Scheuermann, verabschiedet sich in den Ruhestand. Nach einer Stichwahl wurde ich zum Nachfolger gewählt. An dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an Sie Alle.

Ortsbeirat

Auch die Ortsbeiräte wurden neu gewählt. So kam es auch im Ortsbeirat Oppau zu Verschiebungen. Hier wurde es nicht bunter. Aber die Mehrheitsverhältnisse haben sich verändert. Das Interesse löungsorientierte Kompromisse zu finden, über Parteigrenzen hinweg, ist geblieben. Dafür mein Dank an Alle im Ortsbeirat.

Ärztehaus

Die Problematik, den geeignetsten Standort für ein dringend benötigtes Ärztehaus in unserem Stadtteil Oppau zu finden, gestaltet sich schwieriger als gedacht.

Nachdem man sich auf einen Standort in der Horst-Schorckstrasse geeinigt hatte, gab es Bedenken gegebüber Diesem. Und es wurde erneut geprüft, ob es einen geeigneteren Standort in unseren Stadtteilen gibt. Es wurden durch die Verwaltung drei Alternativen geprüft.
Diese Prüfung ergab die Nichteignung dieser Flächen aus den unterschiedlichsten Gründen. So kam es letztendlich doch zur Festlegung auf das Gelände in der Horst-Schorckstrasse. Unsere Verwaltung hat nun die nächsten Schritte eingeleitet.

Friedrichstrasse Wohnbebauung

Das Gelände in der Friedrichstrasse 87 bis 89 soll für Wohnbebauung erschlossen werden. Auch dieser Prozess steht leider noch am Anfang.

Zinkig / Wolfsgrube

In Edigheim im Zinkig, wo der Lückenschluss zwischen der Wolfsgrube und der Bauerei Ohlinger stattfinden soll, sind die Grundstücksbesitzer aufgefordert sich zu erklären, ob sie bereit sind ihr Gelände zu veräussern. Erst wenn dieser Prozess abgeschlossen ist, kann es weitergehen.

Tagespflege Deichstrasse und Sanierung Deichstrasse

Noch im Oktober findet der Spatenstich für die dringend benötigte Tagespflege in der Deichstrasse statt. Im Dezember werden die Anwohner in einer Versammlung im Rathaus Oppau über die im Jahr 2020 geplante Sanierung der Deichstrasse informiert.

Führungswechsel bei der Polizei

Ebenfalls im Oktober bekommt die Polizeiinspektion 2 eine neue Führung. Katja Brill folgt auf Kai Antes, den es nach Pirmasens zieht.

50-Jahre Pfingstweide und das Ende des Gemeinschaftshauses

Noch im Oktober feierten wir im Gemeinschaftshaus in der Pfingstweide mit einem Festakt das 50-jährige Jubiläum der Pfingstweide. Dies könnte wohl die letzte, große Veranstaltung dieser Art im Gemeinschafthaus in der Pfingstweide gewesen sein. Denn bei einer Begehung wurden Brandschutzmängel am Gebäude festgestellt, deren Beseitigung ca. 1,3 Mio Euro kosten würde. Und ohne deren Beseitigung, ist das Gemeinschaftshaus nicht mehr sicher nutzbar. Da das haus sich in einem energetisch miserablen Zustand befindet, hat die LUKOM entschieden das Haus zu entmieten und es an das Gebäudemanagement zurückzugeben. Was im Anschluss mit dem Haus passiert, ist noch nicht entschieden. Wir sind dabei zu prüfen, wo wir die verbliebenen Nutzer bei der Suche nach Alternativen für ihre Vereinsaktivitäten unterstützen können.

Ich erneuere an dieser Stelle meine Forderung, so schnell wie möglich eine Entscheidung zu treffen wie es mit dem Gemeinschaftshaus weitergeht. Es darf nicht dazukommen, dass wir ein Gebäude mit eingeworfenen Scheiben und mit Holztafeln vor dem Fenster haben – Wir wollen keinen Schandfleck in unseren Stadtteilen.

Desweiteren müssen wir für die Pfingstweide eine Begegnungsstätte für die Vereine und die Menschen schaffen. Das ist zwingend notwendig um die Pfingstweide als attraktiven Statteil zu erhalten.

Oppauer Friedhof

Im Dezember wird der Ortsbeirat informiert, dass auf dem Oppauer Friedhof Bäume gepflanzt wurden, um einen Baumbestattung zu ermöglichen. Ich habe dies ausdrücklich begrüsst und zugleich die Verwaltung aufgefordert auch in Edigheim alternative Bestattungformen zu ermöglchen.

Ausblick auf 2020

Da wären zum Beispiel die geplanten Anwohnerversammlungen im Januar für die Bad- und die Silbergasse. Hier wird das Thema „Enge Strasse“ sicherlich zu Diskussionen führen. Aber die Sicherheit der Anwohner muss für die Verwaltung an erster Stelle stehen.

DFas leidige Thema Kerweplatz wird uns auch im Jahr 2020 beschäftigen. Mein Wunsch wäre es mit LIDL, der ARGE, als auch den Schaustellern eine Lösung zu finden in der Beides gelingt: Die Erweiterung des Marktes und weiterhin Kerwe auf diesem Platz zu feiern.

Das ist mein Wunsch – Ob es mir gelingt kann ich heute nicht sagen. Aber ein Versuch sollte es sicher wert sein.

Am Ende bedankte sich Meier bei seiner „guten Seele“. Seine Mitarbeiterin im Rathaus, Ute Behringer. Und bei „Mr. Bürgerhaus“ – Hans Klanig.

Er schloss seine Rede mit einem besonderen Dank an seine Familie für die Unterstütung und an Alle, die sich ehrenamtlich engagieren. Ohne dieses Engangement würde unsere Gesellschaft heute nicht mehr funktionieren, so Meier.

Hubert Eisenhauer, Vorsitzender der ARGE Oppau

Danach übergab er das Mikrofon an Hubert Eisenhauer, den Vorsitzenden der ARGE Oppau. Auch er wünschte den Anwesenden ein gutes und erfolgreiches neues Jahr.
Er bedankte sich bei Frank Meier für die hervorragende Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Er überreichte einen Gutschein für Ihn und seine Ehefrau Daniela Meier.

Er dankte insbesondere Denen, die die ARGE und die Vereine auf verschiedenste Arten unterstützen. Er nannte die SPAKA Vorderpfalz und die VR-Bank Rhein-Neckar.

Ganz besonders erwähnte er den Anteil und die Unterstützung der BASF am jährlichen Fastnachtsumzug. Diese stellt für die Dauer des Zuges, ihren eigenen Zugverkehr ein, damit die Narrenschar die Gleise gefahrlos überqueren kann.

Die Unterstützung der deutschen Bahn besteht laut Eisenhauer darin, dass diese für die Dauer des Zuges den Strom an der Oberleitung abschaltet.

Diese Abschaltung kostet die Verantwortlichen ca. 3000 Euro. Ein betrag, den die deutschen Bahn selbstverständlich einfordert.

Damit der Zug noch stattfinden kann, übernimmt diesen Betrag auch dieses Jahr wieder, dankenswerterweise die BASF – Vielen Dank Herr Dr. Liebelt (Werksleiter der BASF – die Red.), so Eisenhauer.

Danke sagte Eisenhauer allen Vereinen, die mit ihren Veranstaltungen für ein lebendiges Gemeindeleben sorgen.

Er hob den Beitrag der ARGE zu diesem Vereinsleben deutlich hervor und das es Veränderungen gab und weitere geben wird, die sowohl die ARGE als auch die Kerweplatzplanung von LIDL betreffen.

Zum Vereinsleben sagte Eisenhauer:
Alle Vereinsvorsitzenden wissen es und alle Bürger spüren es: Das Vereinsleben ist nicht mehr das, was es einmal war. Die Mitgliederzahlen sinken und langjährige Vereinsfeste müssen ausfallen. Das liegt nicht nur an der sich ändernden Alterstruktur, sondern auch daran, dass die Bereitschaft zum Engagement für und auch im eigenen Verein sinkt.
und das liegt zum Teil auch daran, dass sich die Bevölkerungsstruktur langsam ändert.

Aber es gibt auch positive Ausnahmen, wie den Weihnachtsmarkt am Bahnübergang, bei dem sich etliche Vereine einbringen. Und der an den zwei Tagen wieder sehr gut besucht wurde.

2019 fand zum 61. Mal der Oppau-Edigheimer-Fastnachtsumzug statt. Ein Ereignis, dass, entsprechendes Wetter vorausgesetzt, immer etwas 25 bis 30.000 Besucher anlockt. Und bei dem bis zu 60 oder mehr Teilnehmer mitmachten.
Die Teilnehmerzahl ist in den letzten Jahren leider rückläufig. Im letzten Jahr waren es nur noch 35. Das ist ein Trend dem man entgegenwirken und ihn umkehren muss.
Soll unser traditioneller Fastnachtsumzug wegen mangelnder Teilnahme langsam sterben?
Soweit darf es nicht kommen. Deshalb meine Bitte an alle Vereinsmitglieder: Es sollte doch für jeden Verein, oder jede Gruppierung möglich sein, ja selbstverständlich sein, sich am Umzug zu beteiligen.
Es muss ja nicht unbedingt mit einem Fahrzeug sein. Eine Fußgruppe mit oder ohne Bollerwagen ist doch ein minimaler Aufwand. Das sollte man doch mit etwas gutem Willen auf die Beine stellen können. Fastnacht ist ein Kulturgut das es zu erhalten gilt.

Hubert Eisenhauer

Er bedankte sich herzlich bei seinen ARGE-Kollegen aus der ARGE-Edigheim, die die ARGE beim Umzug 2019 tatkräftig unterstützten.

Die Teilnahme am Umzug ist kostenlos. Aber der Umzug selbst, entgegen der oft gehörten Meinung, leider nicht. Allein die Kosten für die Absperrungen betragen mehr als 4500 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die Gestattungen, die Musikzüge und so weiter.

Anmeldungen zum Umzug bitte nur über unsere Webseite: https://arge-oppau.de dort sind alle erforderlichen Informationen hinterlegt. Nach Rücksprache mit dem immer kooperativen Ordnungsamt, wurde der Anmeldschluss für TÜV-Abnahme-pflichtige Fahrzeuge verlängert. Anstatt dem 01. Januar wurde diese Frist auf den 1. Februar gelegt.

Hubert Eisenhauer schloss mit einer sehr persönlichen Anmerkung:

Ich werde im April bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der ARGE, nach 15 Jahren nicht mehr mit einer Position im ARGE-Vorstand kandidieren. Wie sich meine jetzigen Vorstandsmitglieder bzgl. einer erneuten Kandidatur verhalten ist noch offen.

Oppau benötigt die ARGE um im Interesse des funktionierenden Gemeindelebens einige Veranstaltungen in die Wege zu leiten und durchzuführen. Deshalb sollte die ARGE unbedingt weiterbestehen. Und als positiv denkender Mensch hoffe ich, dass sich heute hier im Saal jemand bereit erklärt, der im April meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger werden möchte. Wenn dem so ist, dann haben sie keine Bange. Melden sie sich. Informieren sie sich und fragen sie was zu tun ist.

Torsten Binzer, Vorsitzender ARGE Edigheim

Danach übernahm Torsten Binzer, der Vorsitzende der ARGE Edigheim den Platz am Pult.

Er bedankte sich bei Frank Meier für die Unterstützung im Jahr 2019. Wenn man dich braucht, bist du da, betonte Binzer mit Blick auf den Gastgeber. Auch er hob die Wichtigkeit des Ehrenamtes hervor. Es sei nicht wegzudenken aus unserer Gesellschaft, so Binzer.

Torsten Binzer

Vereine sollten unterstützt werden und nicht mit unnötiger Bürokratie übergossen werden.

Er berichtete von den Veranstaltungen, die die ARGE Edigheim im vergangenen Jahr durchführte oder sich daran beteiligte. Er erinnerte daran, dass es bei soviel Engagement, sehr viele helfende Hände benötigt um diese Alles zu stemmen.

KOD und die Schlüsselübergabe

Im Anschluß folgte die Abteilung „Gaudi und Bleedsinn“ oder wie der Gastgeber in pälzisch bemerkte:
„Isch habb mich grad so an denn Radhausschlissl gewähnt – jetzt wollen die mer’n schunn abnehme – Des hawwen die mir glei angedrohd“.
Isch habb zu moiner Fra gsad – muss isch den werklich heergewwe – Isch ge eefach nedd hie – dann b’halt isch’en.
No hoddse gesad: Mach kenn Kram – geh do hie – du kriggschden jo widder.
Allerhopp – s’hodd jo a was Guhdes. Die näggschd Woch‘ sinn Bürgerveranstaltungen, so kenne se glei mol zeigge was se kennen.

Danach folgte wieder Ulk und Klamauk in Form der Abordnung des KOD. Angeführt von Horst Armin Fischer zeigte die Abordnung Frank Meier, was man als Ortsvorsteher alles so ertragen und aushalten muss.

Das neue Tanzmarieschen Fenja unterhielt die Gäste sorgte für kräftigen Applaus.

Zum Tanzmarieschen Fenja bemerkte Fischer:
„Sie ist erst vor 6 Wochen zu uns gekommen. hat den Tanz gelernt. Und hat sochon vor einer Woche bei uns auf dem Ordensfest getanzt.

Nach der gelungenen Darbietung wurde Frank Meier unter Gelächter aus dem Saal, zum „Schulbu“ umgearbeitet. Mit roter Mütze, gelber Warnweste und Minischultüte musste sich der Ortsvorsteher von dem erfahrenen Karnevalsprofi verulken lassen. Meier nahm es gelassen und war sichtlich froh, dass sich die Karnevalisten nicht „Schlimmeres“ haben einfallen lassen.

Der Neujahrsempfang wurde musikalisch vom MBO – „Modernes Blasorchester“ beendet. Unter der Leitung von Dominique Civilotti zeigte das bekannte und erfolgreiche Orchester sein Können.

Beim Hinausgehen sagte eine der Anwesenden: „Gut hott er’s gemacht“. Damit war der Gastgeber Frank Meier gemeint. Und dieser Meinung schließen wir uns uneingeschränkt an.

und dann waren da noch die 3 … Während die Gäste im Saal weilten …

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