EDIGHEIM – An der IGS läuft ein beeindruckendes Schulprojekt. Es geht um den Schulgarten. Seit 2017 kümmern sich Schüler, Eltern und Lehrer um das grosse Gelände. Sie räumen auf, pflanzen an, strukturieren um. Alles ehrenamtlich.

Was wir am vergangenen Samstag zu sehen bekamen, war sehr beeindruckend. Die Message dahinter: Es geht zurück zur Natur. In dem Areal können sich die Schüler in den Pausen und freien Zeiten richtig erholen. Es geht weg von dem Einheitsbeton unserer Schultage.

Wir haben uns mit Frank Meier, Ortsvorsteher und Frank Dudek seinem Stellvertreter an der IGS getroffen. Die verantwortliche Lehrerin Marion von Brockhausen, erklärte uns was hier gemacht wird.

Hinweis

Dieses Projekt ist auf Spenden angewiesen. Sowohl Geld- als auch Sachspenden. Wer Informationen dazu benötigt, geht auf die Webseite des Fördervereins der IGS.
fv-igs-edigheim.de

Marion von Brockhausen:

Wir haben vor 4 Jahren angefangen unseren Schulhof neuzugestalten. Seit 2016 haben wir Sponsoren gesucht und Geld gesammelt. Seit 2017 haben wir begonnen das total verwilderte Gelände wieder zu sanieren.

Ursprünglich war das hier ein Schulgarten in barocker Art. Aber alles war verwildert. Das hatte niemand mehr gepflegt. Das war alles mit Zäunen zugebaut. Das haben wir alles gerodet. Wir haben die Bäume wieder beschnitten. Wir haben eine Obstbaumwiese. Das gesamte Gelände ist ca. 35.000 qm groß. Davon nutzen wir ca. 10.000 qm.

Durch die Stiftung der Firma SAP, konnten wir ein Beachvolleyball-Feld anlegen. Haben einen kleinen Weinberg angelegt. Der erste Weinberg in Ludwigshafen mit 65 Weinstöcken. Der wird von den 7. Klässlern betreut. Die haben das gepflanzt. Jeder hat einen Weinstock gepflanzt. Die Idee kam von einem Kultur- und Weinbotschafter aus der Region. Die fragten mich, ob wir nicht Interesse an einem Kinderweinberg hätten. Die Sorte kommt aus der Schweiz: Birstaler Muscatella. Es sind noch sehr kleine Trauben. Die Kinder lernen dadurch, wie man das beschneidet und pflegt.

Wir haben um das gesamte Schulgelände 500m Zaun gezogen. Das war eine Spende der Amerikaner, der Patrick-Henry-Village aus Mannheim. Wir haben das dort abgebaut und hier wieder aufgebaut. Alles ehrenamtlich mit Schülern, Lehrern und Eltern gemeinsam.

Zusätzlich hat uns noch das Gebäudemanagement mit 2000 Euro und das Schulamt mit dem Geld für die Pfosten unterstützt.

Heute kümmern wir uns um die Kräuterspiralen. Denn dieses Jahr macht es keinen Sinn Beete zu machen, in denen Salat oder Radieschen wachsen. Das vertrocknet uns. Ausserdem ist es aktuell sehr schwierig überhaupt Leute zu finden, die hier mitmachen. Es wird hier alles dauerhaft bepflanzt. Keine saisonale Bepflanzung.

Es macht am Ende auch noch Spaß zusammenzuarbeiten. Sie sehen, dass alle mitanpacken. Wenn so viele Leute mitmachen, dann geht das RuckZuck.

Die eigentliche Bepflanzung machen wir in den nächsten Wochen. Momentan ist das noch zu früh dafür. Wir freuen uns auf Spenden. Denn es wird immer wieder Gartenwerkzeug gebraucht. Es geht immer wieder etwas kaputt.

Frank Meier

Für mich ist das eine tolle Initiative. Ich war sehr überrascht, als ich das zum ersten Mal in natura gesehen habe. Ich bin stolz, dass es so etwas in unseren Stadtteilen gibt.
Ich war zur Pausenzeit da. Ich fand es klasse. An den Tischen saßen Jugendliche und haben sich ausgetauscht.

Ausserdem sehe ich, daran wie sich die Jugendlichen an dem Projekt beteiligen, dass sie ein sehr hohes Interesse haben. Und es ist eben nicht so, wie viele denken, dass die heutige Jugend eher desinteressiert ist.

Man kann sehen wenn die Jugendlichen erkennen, dass etwas vernünftig ist, dass man sie motivieren kann.

Und ich bin Frau von Brockhausen sehr dankbar, dass sie aktiv ist und das alles mitermöglicht.

Alle Bilder Quelle: Redaktion Oppau Info